Die Geschichte des Eichenholzfasses

Mehrere tausend traditionsreiche Jahre alt, aber kein bisschen eingestaubt – so erleben wir das Weinfass in der heutigen Zeit. Die Fertigung aus Dauben zusammengesetzter und mit Metallringen umschlossener Holzfässer geht auf die Kelten zurück. Sie lagerten darin vor allem Lebensmittel wie Fleisch. Die erste geschichtliche Erwähnung verdanken wir wie in so vielen anderen Bereichen den Römern. Diverse Quellen wie Aulus, Cäsar, Plinius, Hiritus oder Strabo berichten ab 50 v. Chr. Von den Holzfässern als Lagermöglichkeit. Ihre Aufgabe erfüllten die Eichenfässer dann im Prinzip unverändert bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts hinein, bis sie plötzlich von Metallfässern aus Stahl verdrängt wurden. Diese waren kostengünstiger in der Herstellung, haltbarer und praktischer in der Handhabung. Jedoch waren sie nicht in der Lage, beispielsweise an Wein oder Whiskey das gleiche holzige Aroma abzugeben und den Geschmack der edlen Getränke ähnlich zu verfeinern, wie ihre Vorgänger aus Holz. Auch die Zugabe von Eichenholzspänen zu dem etwa im Metalltank gelagerten Wein konnte den Aromen-Verlust nur bedingt und eigentlich eher schlecht als recht ausgleichen. Aus diesem Grund wurde es Herstellern, die mit dieser Methode ihre Produkte „verfeinern“ wollten, untersagt, die Bezeichnung „Barrique“ zu gebrauchen, um den qualitativen Unterschied deutlich zu machen. Dieses Sinken des Niveaus ließ kulinarische Kenner und Genießer Sturm laufen, weshalb man wieder dazu überging, mehr und mehr das gute, alte Eichenholzfass zum Einsatz zu bringen.